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PhDr. Ondřej Černý
PhDr. Ondřej Černý

PhDr. Ondřej Černý

Direktor der Staatsoper

Dr.phil. Ondřej Černý wurde am 1.10. 1962 in Prag geboren. Nach seinem Studienabschluss an der Philosophischen Fakultät der Karlsuniversität (Fach Bibliothekswesen und Informatik) im Jahre 1986 (1981 Matura am Gymnasium, 1981 Staatsprüfung aus der deutschen Sprache, 1982-83 ein außerordentliches Studium der Theater- und Filmwissenschaft) arbeitete er 1987 – 1990 im Dokumentationszentrum des Theaterinstituts in Prag. Im Jahre 1988 erhielt er nach Ablegung der Rigorosen den Titel Dr.phil. 1990-95 war er Redakteur der neu gegründeten Zeitschrift Svět a divadlo (Welt und Theater), vom 1.1.1996 bis März 2007 Direktor des Theaterinstituts Prag. Am 1. April 2007 wurde er zum Direktor des Nationaltheaters ernannt.

Ondřej Černý ist Mitglied der Tschechischen Kommission bei der UNESCO, Mitglied des Rates der Prager Quadriennale und war bis 2010 Mitglied des künstlerischen Rates der Theaterfakultät an der Akademie der musischen Künste.

Ondřej Černý ist auch als Verlagsredakteur und Übersetzer von Theaterstücken aus dem Deutschen tätig. Er arbeitet als Dramaturg beim Prager Theaterfestival der deutschen Sprache und ist korrespondierendes Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste. Seit Dezember 2009 ist er auch Mitglied des Rates des Nationalmuseums Prag.

Mit Wirksamkeit vom 5. März 2011 wurde Ondřej Černý mit der Funktion des Interimsdirektors der Staatsoper betraut.

Rocc
Rocc

Rocc

Der neue Leiter der Oper

Rocc hat bei A. Vaňáková an der Janáček Akademie der musischen Künste in Brünn Regie, postgradual in Zürich und in Offenbach am Main Szenographie studiert, was ihm ein Stipendium des Kulturministeriums der Republik Slowenien und die Unterstützung der Slowenischen Akademie der Wissenschaften und Künste ermöglicht hatte.

An der Kammeroper der Janáček Akademie führte er die Regie in Giovanni Battista Pergolesis La serva padrona (1999) und Alessandro Scarlattis L’Amor generoso (2002), am Nationaltheater in Laibach hat er das Opernmärchen von Ernst Toch Die Prinzessin auf der Erbse inszeniert (2003). Nach den erfolgreichen Premieren der Kammeropern von Josef Berg Euphrides vor den Toren der Tymenas und Das Frühstück auf der Burg Schlankenwald in Brünn im Jahre 2004 hat er auch am Nationaltheater in Prag gearbeitet, an dem er die Uraufführung einer „Opernhalluzination in 38 Szenen“, Die Tote von Markéta Dvořáková und Ivo Medek, inszeniert hat. Das Stück wurde 2007 auch beim Internationalen Festival der zeitgenössischen Musik „50. Warschauer Herbst“ präsentiert.

Rocc war in der Saison 2005/06 Lektor bei der Opernwerkstatt in Freyung (Deutschland), wo er auch die Regie in der Oper von Gustav Albert Lortzing Die Opernprobe und dem Singspiel von Franz Schubert Die Verschworenen oder Der häusliche Krieg führte. Im Jahre 2005 inszenierte er am Nationaltheater Brünn die Uraufführung der minimalistischen Oper Durch die Nacht, durch den Tag von Vít Zouhar, und 2007 am Nationaltheater Prag die Uraufführung der Oper Lacrimae Alexandri Magni von Tomáš Hanzlík.

Rocc ist Autor vieler anderer Projekte für neue Medien, Installationen und Tanzproduktionen (in Tschechien, der Slowakei, in Slowenien, Polen, der Schweiz, in Österreich und Deutschland), als Szenograph arbeitete er auch am Leipziger Tanztheater. Er hat eine Gruppe zeitgenössischer Musik- und Theaterkünstler mit dem Namen „postopera.forma“ gegründet, die nach neuen Möglichkeiten der musikdramatischen Ästhetik sucht. Es sollen auch seine Regie in der Oper Macbeth von Michal Košut für das Festival „Mährischer Herbst“ in Brünn 2008 oder in Joseph Haydns Der Apotheker in Laibach 2009 genannt werden.

In der Saison 2007/08 war er Operndramaturg am Slowenischen Nationaltheater in Marburg, 2008/09 stellvertretender künstlerischer Chef am Nationaltheater in Brünn, und in den beiden folgenden Saisonen (2009 – 2011) dessen Opernchef. In dieser Funktion war er gemeinsam mit Vít Zouhar und Tomáš Hanzlík an der Produktion der Oper nach Ottavio Rinuccini La Dafne beteiligt.

Seit der Saison 2011/12 ist Rocc Opernchef der Staatsoper, ab 1. 1. 2012 wird er die selbe Funktion auch am Nationaltheater Prag bekleiden.

Hana Vláčilová
Hana Vláčilová

Hana Vláčilová

künstlerischen Leitung des Balletts

Die ehemalige Solistin des Nationaltheaters gehört zu den bedeutendsten Persönlichkeiten des tschechischen Balletts. Während ihrer erfolgreichen Karriere gewürdigt mit vielen internationalen Preisen, stellte sie Dutzende von Rollen überwiegend aus dem klassischen Repertoire und in das Bewußtsein der Zuschauer prägte sie sich als brillante Ballerina begabt mit Musikalität, einem natürlichen darstellerischen Ausdruck und ausgezeichneter Tanztechnik ein. 1968 – 1973 studierte sie am Tanzkonservatorium in Prag, 1974 absolvierte sie einen Studienaufenthalt am Waganow-Institut bei N. M. Dudinska in Sankt Petersburg, den sie mit einem Abschlußkonzert auf der Bühne von Mariinski-Theater abschloß. 1974 kam sie ins Nationaltheater und 1976 wurde sie Solistin. Im Laufe der fünfundzwanzig Jahre tanzte sie solche Rollen wie Aschenbrödel, Giselle, Odette und Odile in Schwanensee, Klärchen in Der Nußknacker, Julia in Romeo und Julia, Kitri in Don Quijote, Lisa in La fille mal gardée, Frygie in Spartakus, Marie in Die Fontäne von Bachtschissarai, Sylphide in La Sylphide, Svanilda in Coppélii, Olympia in Hoffmans Erzählungen und viele andere. Sie wirkte auch als ständiger Gast an der Komischen Oper und der Staatsoper in Berlin, sie gastierte in Spanien, Frankreich, Österreich, Polen, in der ehemaligen Sowjetunion, Belgien, Finnland, Luxemburg, Australien, den USA und in Kuba. Sie gewann den 1. und 2. Preis beim Internationalen Ballettwettbewerb in Varna 1972 und 1976, den 2. Preis beim Ballettwettbewerb in Tokio 1976, den 1. Preis beim Ballettwettbewerb in Bratislava, den Preis der Deutschen Kritik für das Jahr 1978 und den Philip Morris Ballet Flower Award für das Jahr 1995. Hana Vláčilová ist seit 1994 Pädagogin am Tanzkonservatorium Prag. 1998 – 1999 arbeitete sie in der selben Funktion mit dem Ballett des Nationaltheaters, 1999 – 2004 war sie Chefinn des Ensembles der Laterna magika. Im Jahre 2009 hat sie am Mährisch-schlesischen Nationaltheater in Ostrava das romantische Ballett Giselle von A. Ch. Adam einstudiert.

Mit dem Ensemble der Staatsoper arbeitet sie seit 2005 als Pädagogin und Ballettmeisterin. Im Jahre 2007 war sie an diesem Theater an der Choreographie und Regie der bis heute am Programm stehenden Produktion der klassischen Fassung von Schwanensee Peter I. Tschaikowskis beteiligt.

 
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Tomáš Vrbka
Die Staatsoper Prag gibt in der Mitarbeit mit dem Verlag Slovart eine repräsentative Publikation heraus, die sich mit der Geschichte dieser bedeutenden Kulturinstitution seit ihrer Öffnung im Jahre 1888 bis Ende der Saison 2002/2003 beschäftigt. Das Buch mit dem Titel Státní opera Praha – Historie divadla v obrazech a datechDie Staatsoper Prag – die Theatergeschichte in Bildern und Daten konzentriert sich ausschließlich auf das Opergeschehen auf dieser Bühne, obwohl dieses Theater in der Vergangenheit unter verschiedenen Namen auch dem Schauspiel, der Operette und dem Ballett diente. Die Teile, die sich diesen Genres widmen, plant die Staatsoper Prag in den nachfolgenden Jahren herauszugeben.

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