Giuseppe Verdi: Aida
Inszenatoren
- Musikalische Leitung: E. Dovico, R. Hein, J. Mikula, R. Paternostro
- Regie: P. Selem
- Bühnenbild: H. A. Farghali
- Kostüme: J. Jelínek
- Choreographie: O. Šanda
- Chorleitung: T. Karlovič, A. Melichar
- Regieassistent: P. Jirsa, L. Cukr
Besetzung
- Aida: A.-L. Bogza, J. Derilova, J. Svobodová, A. Todorova
- Amneris: V. Hajnová, G. Ibragimova
- Radames: E. Kışlalı, M. Lehotský, N. Višňakov, M. Zhang
- Amonasro: M. Bárta, M. Cavalcanti, R. Haan, V. Chmelo, J. Kettner
- Ramfis: M. Horák, O. Korotkov, L. Mlejnek
- König von Ägypten: M. Bürger, L. Hynek-Krämer, O. Korotkov
- Ein Bote: L. Havlák, J. Hruška
- Eine Priesterin: H. Jonášová, J. Sibera, D. Vaňkátová
Der Vizekönig von Ägypten Ismail Pascha hat in Zusammenhang mit der Eröffnung des Suezkanals eine Oper mit ägyptischer Thematik bestellt, und zwar bei jenem Komponisten, mit dessen Rigoletto im Jahre 1869 das Opernhaus in Kairo eröffnet wurde. Giuseppe Verdi hat sich auf diesen Auftrag sorgfältig vorbereitet und ist sogar nach Ägypten gereist, um eine eigene Vorstellung über dieses Land zu gewinnen. Er ließ auch eine Nachahmung der altägyptischen Trompeten bauen, die dann „Aida-Trompeten“ benannt wurden. Verdi hat jedoch die Oper nicht rechtzeitig vollendet – der Suezkanal wurde bereits am 17. November 1869 eröffnet, die Oper sollte im Januar 1871 aufgeführt werden, die Uraufführung fand jedoch erst am 24. 12. 1871 am Teatro del’ Opera in Kairo statt. Der dramatischen Geschichte der äthiopischen Prinzessin Aida und des ägyptischen Feldherrn Radames liegt der innere Konflikt einer Frau zugrunde, die sich zwischen der Liebe zu ihrem Vaterland und zu einem zu den Feinden ihres Volkes zählenden Mann entscheiden muss. Auch Radames steht zwischen der Liebe und seiner Pflicht und wird schließlich wegen Aida sein Land verraten.
Die Premiere der bis jetzt gespielten Produktion fand am 2. 6. 1994 statt. Der ägyptische Maler Hafíz Abdel Farghali hat seinem Bühnenbild ein echtes ägyptisches Kolorit verliehen, das gemeinsam mit den dekorativen Kostümen von Josef Jelínek wesentlichen Anteil an einer der erfolgreichsten Produktionen der Staatsoper Prag hat. Die Oper wurde auch bei beiden Tourneen der Staatsoper Prag in Japan vom Publikum mit Begeisterung aufgenommen: im Jahre 2001 mit dem international gefeierten José Cura als Gast, und im Jahre 2005 mit den gastierenden Sängerinnen Maria Guleghina und Inéz Salazar.
Premiere: 2. 6. 1994
Echos in der Presse
„Die Staatsoper Prag hat Punkte gesammelt, diese Aida wird gefallen... Das in verschiedenen Farbtönungen der afrikanischen Wüste geschaffene Bühnenbild von Abdel Hafíz Farghali aus Ägypten passt mit den Kostümen von Josef Jelínek gut zusammen...“
(Michaela Zindelová, Expres, 9. 6. 1994)

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