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Leonard Bernstein: Candide

Inszenatoren

Besetzung

Gäbe es einen Sonderpreis für die zahlreichsten Versionen ein und desselben Werkes, so müsste Candide ihm bekommen. Es verfolgte Leonard Bernstein ganze 33 Jahre lang! Seit der ersten Musicalversion über das Libretto der amerikanischen Schriftstellerin Lilian Hellman nach der berühmten Novelle von Voltaire (Uraufführung am 1. 12. 1956 in New York) über weitere Musical – und dann Opernfassungen bis zu der letzten, am 13. 12. 1989 in Barbican Centre in London aufgeführten, änderten sich das Libretto wie auch die musikalische Bearbeitung jedesmal, wurden neue Lieder zugefügt (Bernstein selbst war auch Autor des Textes zu einigen von ihnen). Die anfangs teils als sofistizierte Operette, teils als verrückte Komödie mit Anzeichen Montypythonschen Humors aufgefasste unterhaltsame unverbindliche Satire ist eine ausgezeichnete Übertragung Voltaires ironischer Grimasse an die Adresse der auf der optimistishen Weltanschauung basierenden philosophischen Richtungen.

Im Ablauf der Oper, die in einem Blitztempo voranrast, kommt es zum Vertreiben des pechverfolgten Jungen Candide aus dem Geburtsland Westfalen, seine Anwerbung in die bulgarische Armee, seine Vorführung vor die spanische Inquisition, sein betrügerisches Zum-Bettler-Machen, sein Umherirren im südamerikanischen Urwald, sein Scheitern auf einer öden Insel und sein abermaliges Trennen von der geliebten Kunigunde, die mit Würde verschiedenste Formen körperlicher Schmacht erträgt, die ihr buchstäblich von jedermann angetan wird. Candide hat allerdings während all der Katastrophen ständig die Lehre seines Lehrers Doktor Pangloss vor Augen, dass nämlich »alles vollkommen ist in dieser vollkommensten aller möglichen Welten.« Bernsteins reizende, mit witzigen Liedern (u.a. der berühmten Koloraturarie der Kunigunde »Glitter and Be Gay«) gespickte Partitur wurde zu einem Kultmusical und wurde besonders in den USA im Repertoire sowohl von Amateurvereinen als auch großen Opernhäusern zu Hause.

Premiere: 25. 5. 2006

Aufführungsdauer: 2 Stunden 50 Minuten mit 1 Pause
Vorstellung in Englisch mit tschechischen Bühnenübertiteln.
Candide
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Die Partners der Vorstellung

Der Generalsponzor der Premiere ist
společnost ČEZ a. s.
Die Vorstellung findet im Rahmen des Projekts
Rok s židovskou kulturou – 100 let Židovského muzea v Praze statt
Die Premiere findet im Rahmen des Festivals
Pražské jaro 2006 statt
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Tomáš Vrbka
Die Staatsoper Prag gibt in der Mitarbeit mit dem Verlag Slovart eine repräsentative Publikation heraus, die sich mit der Geschichte dieser bedeutenden Kulturinstitution seit ihrer Öffnung im Jahre 1888 bis Ende der Saison 2002/2003 beschäftigt. Das Buch mit dem Titel Státní opera Praha – Historie divadla v obrazech a datechDie Staatsoper Prag – die Theatergeschichte in Bildern und Daten konzentriert sich ausschließlich auf das Opergeschehen auf dieser Bühne, obwohl dieses Theater in der Vergangenheit unter verschiedenen Namen auch dem Schauspiel, der Operette und dem Ballett diente. Die Teile, die sich diesen Genres widmen, plant die Staatsoper Prag in den nachfolgenden Jahren herauszugeben.

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