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Scott Joplin: Treemonisha

Inszenatoren

  • Musikalische Leitung: V. Spurný
  • Regie: J. Gillar
  • Regie: L. Cukr
  • Bühnenbild: W. Hutterli
  • Kostüme: H. Dubová

Besetzung

Trotz der nicht geringen Bemühung erfüllte sich dem »Ragtimeking«, dem amerikanischen Komponisten Scott Joplin, sein Traum – sich auf dem Gebiet der Oper durchzusetzen – nicht. Die Partitur seiner ersten Oper The Guest of Honor (1902–1903) wurde verloren und das gleiche Schicksal passierte auch der Orchesterpartitur seiner zweiten Oper Treemonisha (1906–1910). Die Erstaufführung der Oper Treemonisha (in der Konzertversion mit Klavier) finanzierte sich Joplin im Mai 1915 im Lincoln Theater in New Yorker Harlem selbst – das Stück fand keinen Anklang. Zu den weiteren Aufführungen kam es erst in 1972 in Atlanta (Orchestration: Thomas J. Anderson) und in Wolf Trap Farm Park (Orchestration: William Bolcom) und letzendlich im Jahre 1975 in Houston Grand Opera (Orchestration: Gunther Schuller). Die Houston’s Inszenierung machte das Stück sofort berühmt und für zwei Monate wurde sie zum Hit auf Broadway. Für die Oper Treemonisha wurde Joplin der Pulitzer’s Preis in memoriam im Jahre 1976 erteilt. Die Botschaft der Oper von Joplin, derer Handlung sich auf der Plantage in Arkansas in 1884 abspielt, ist eindeutig und für seine Zeit revoluzionär – die Befreiung der Menschen dadurch, dass sie die Ausbildung bekommen. Das achtzehnjährige Mädchen Treemonisha, die die ehmaligen Sklaven Ned und Monisha unter dem heiligen Baum vor Jahren fanden und zu sich als ihr eigenes Kind nahmen, wurde zur führenden Persönlichkeit der negerischen Kommunität gerade, weil sie gebildet ist.

Premiere: 17. 5. 2003

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