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Enrico Dovico

Seit der Saison 2005/2006 ist Enrico Dovico First Principal Guest Conductor an der Oper Köln, der er in dieser Funktion bis ins Jahr 2009 verbunden bleiben wird. In die erste Spielzeit fielen die Premieren von La forza del destino und Die Brüste des Tiresias / Ariadne von Poulenc / Martinů sowie die Wiederaufnahmen von Salome und Carmen. In den folgenden Spielzeiten wird er pro Saison zwei Neuproduktionen präsentieren. Zu Beginn des Jahres folgte Maestro Dovico einer Einladung des Internationalen Olympischen Komitees und dirigierte am 11. Februar 2006 das Eröffnungskonzert der Olympischen Winterspiele in Turin. Als Klassik-Künstler waren in dieser Veranstaltung auf Medals Plaza / Piazza Castello das Rundfunk-Sinfonie-Orchester der RAI sowie Andrea Bocelli, Ildebrando D’Arcangelo und Annamaria Dell’Oste vertreten. Dieses Konzert war Teil des Programms von Italyart, der Kulturolympiade der Winterspiele, welche eine Synthese zwischen Sport und Kultur vermitteln sollte.

Seine erste CD-Einspielung für das renommierte Münchner Klassik-Label Orfeo nahm er im Frühjahr 2006 mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken auf, hierbei handelt es sich um ein Bellini-Arien-Recital mit Alexandra von der Weth. Weitere Projekte mit Orfeo werden folgen. Im Sommer/ Herbst 2006 folgen Neuproduktionen von Nabucco in Basel, La traviata in Prag, Don Giovanni in Klagenfurt sowie Die lustige Witwe in Köln. Im Frühjahr 2007 wird er an der Oper Köln Billy Budd sowie Der Rosenkavalier dirigieren. Im Herbst 2007 wird Enrico Dovico dann erstmals in Japan gastieren, wo er eine Produktion von La traviata dirigieren wird.

Zuvor gastierte er wiederkehrend am Kölner Opernhaus, wo er zum ersten Mal im Jahre 1999 auftrat und u. a. Rossinis La Cenerentola und Donizettis L’elisir d’amore als Neuproduktionen einstudiert und dirigiert hat. Im Jahre 2000 hat er hier auch Die tote Stadt von Erich Wolfgang Korngold und 2005 Verdis Don Carlos wiederaufgenommen. Ebenso dirigierte er in Köln die Produktion Turandot. Zudem war er in den Jahren 2001–2005 als 1. Kapellmeister und Stellvertreter des Generalmusikdirektors dem Nationaltheater Mannheim verbunden, an dem er Fidelio, Nabucco, La traviata, La Bohème, Turandot, Simon Boccanegra, Norma, Otello, Tosca, Il trovatore, Boris Godunow, Der Fliegende Holländer, Carmen, Tannhäuser u. a. dirigierte. Enrico Dovico ist zudem gern gesehener Gast an der Staatsoper Prag, wo er die Neuinszenierungen von Il barbiere di Siviglia (2005), Lrsquo;elisir d’amore und Turandot (beide 1995) und La Gioconda (1997) einstudiert sowie die Reprisen von Tosca, La traviata, Il trovatore u. a. dirigiert hat.

Enrico Dovico studierte Klavier und Dirigieren in seiner Geburtsstadt Turin und war 1981–1995 am dortigen Teatro Regio als Repetitor/Coach (u.a. von Lucia Valentini-Terrrani) und musikalischer Assistent tätig. Er war Assistent einer Reihe hervorragender Dirigenten, u. a. von Carlo Maria Giulini, Giuseppe Sinopoli, Garcia Navarro, Alberto Zedda, Zoltán Peskó, Daniel Oren und Bruno Campanella. Im Jahre 1991 debütierte er als Operndirigent an der Staatsoper Stuttgart in Un ballo in maschera von Verdi. In den darauffolgenden Jahren gastierte er u.a. am Staatstheater Darmstadt, an der Janáček Oper in Brno (Verdis Aida und Messa da Requiem), an der New Israeli Opera in Tel Aviv, in Bremen, Essen und Mannheim. 1997–2001 war er 1. Kapellmeister und Stellvertreter des Generalmusikdirektors am Staatstheater in Wiesbaden.

Photos: Enrico Dovico

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Tomáš Vrbka
Die Staatsoper Prag gibt in der Mitarbeit mit dem Verlag Slovart eine repräsentative Publikation heraus, die sich mit der Geschichte dieser bedeutenden Kulturinstitution seit ihrer Öffnung im Jahre 1888 bis Ende der Saison 2002/2003 beschäftigt. Das Buch mit dem Titel Státní opera Praha – Historie divadla v obrazech a datechDie Staatsoper Prag – die Theatergeschichte in Bildern und Daten konzentriert sich ausschließlich auf das Opergeschehen auf dieser Bühne, obwohl dieses Theater in der Vergangenheit unter verschiedenen Namen auch dem Schauspiel, der Operette und dem Ballett diente. Die Teile, die sich diesen Genres widmen, plant die Staatsoper Prag in den nachfolgenden Jahren herauszugeben.

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