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Hana Vláčilová

Die ehemalige Solistin des Nationaltheaters gehört zu den bedeutendsten Persönlichkeiten des tschechischen Balletts. Während ihrer erfolgreichen Karriere, gewürdigt mit vielen internationalen Preisen, stellte sie Dutzende von Rollen überwiegend aus dem klassischen Repertoire dar und als brillante Ballerina machte sie durch ihre außergewöhnliche Musikalität, ihren natürlichen darstellerischen Ausdruck und ihre ausgezeichnete Tanztechnik auf sich aufmerksam.

1968-1973 studierte sie am Tanzkonservatorium in Prag, 1974 absolvierte sie einen Studienaufenthalt am Waganow-Institut bei N. M. Dudinska in Sankt Petersburg, den sie mit einem Abschlusskonzert auf der Bühne des Mariinski-Theaters abschloss. 1974 kam sie ins Nationaltheater und schon 1976 wurde sie Solistin. Im Laufe der fünfundzwanzig Jahre tanzte sie Rollen wie Aschenbrödel, Giselle, Odette und Odilie in Schwanensee, Klarka in Der Nussknacker, Julia in Romeo und Julia, Kitri in Don Quijote, Lisa in Das schlecht gehütete Mädchen, Frygie in Spartakus, Marie in Die Fontäne von Bachtschissarai, Sylphide in La Sylphide, Svanilda in Coppélia, Katarina in Die steinerne Blume, Gretchen in Doktor Faust, Olympia in Hoffmans Erzählungen und viele andere. Sie wirkte auch als ständiger Gast an der Komischen Oper Berlin und an der Staatsoper Berlin, sie gastierte in Spanien, Frankreich, Österreich, Polen, in der ehemaligen Sowjetunion, in Belgien, Finnland, Luxemburg, Australien, den USA und in Kuba. Sie gewann den 1. und 2. Preis beim internationalen Ballettwettbewerb in Varna 1972 und 1976, den 2. Preis beim Ballettwettbewerb in Tokio 1976, den 1. Preis beim Ballettwettbewerb in Bratislava, den Preis der deutschen Kritik für das Jahr 1978 und den Philip Morris Ballet Flower Award für das Jahr 1995. Seit 1994 wirkt sie als Pädagogin am Tanzkonservatorium Prag und seit 1998 als Pädagogin des Balletts des Nationaltheaters. 1999-2004 war sie Chefin des Balletts der Laterna magika und seit 2005 arbeitet sie mit dem Ballett der Staatsoper Prag als Pädagogin und Ballettmeister zusammen.

Photos: Hana Vláčilová

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Tomáš Vrbka
Die Staatsoper Prag gibt in der Mitarbeit mit dem Verlag Slovart eine repräsentative Publikation heraus, die sich mit der Geschichte dieser bedeutenden Kulturinstitution seit ihrer Öffnung im Jahre 1888 bis Ende der Saison 2002/2003 beschäftigt. Das Buch mit dem Titel Státní opera Praha – Historie divadla v obrazech a datechDie Staatsoper Prag – die Theatergeschichte in Bildern und Daten konzentriert sich ausschließlich auf das Opergeschehen auf dieser Bühne, obwohl dieses Theater in der Vergangenheit unter verschiedenen Namen auch dem Schauspiel, der Operette und dem Ballett diente. Die Teile, die sich diesen Genres widmen, plant die Staatsoper Prag in den nachfolgenden Jahren herauszugeben.

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