Home » Ensemble » Portrait

Ján Ďurovčík

Ján Ďurovčík gehört zu den erfahrensten slowakischen Künstlern seines Faches. Er studierte Choreographie an der Hochschule für musische Künste in Bratislava und in Antwerpen (Belgien). Im Jahre 1991 wurde er Preisträger des tschechischen und slowakischen Wettbewerbes für Choreographie, 1994 war er Finalist des Wettbewerbes »Volinine Paris«, mehrmals wurde er mit einer Prämie des Slowakischen literarischen und dramatischen Fonds ausgezeichnet.

Als Solist wurde er ans Danstheatre Amsterdam engagiert und lehrte den modernen Tanz bei der International Dance Stage in Belgien. Bereits mit 22 Jahren hat Ján Ďurovčík aus zwölf Mitgliedern bestehende Ensemble für modernen Tanz »Torzo« gegründet, mit dem er 1991 sein erstes abendfüllendes Werk Responsio Mortifera aufführte. Zwei Jahre später begann er seine Zusammenarbeit mit dem Slowakischen Nationaltheater in Bratislava und choreographierte an diesem unter anderem die Ballette Von Märchen zu Märchen (Nedbal), Le sacre du printemps (Strawinsky), Rasputin (Leško) und Spartakus (Chatschaturjan). Im Jahre 1997 wurde er Mitbegründer und künstlerischer Direktor des Bratislava Dance Theatres (BDT), für welches er die Vorstellungen Les Noces, L’oiseau de feu (beide Strawinsky), das Kindermusical Über Janko Hraško und ein multimediales Projekt Romeo und Julia schuf. Im Jahre 1999 war er Szenarist, Choreograph und Regisseur der Produktion Strom (Der Baum) des Slowakischen künstlerischen Volksensembles (SĽUK), für die er die Auszeichnung »Krištáľové krídlo« (Der kristallene Flügel) in der Kategorie Theater und Film erhielt. Im Jahre 2000 gründete er das Ensemble für Theater und Tanz JAN, für das er seinen Autorenabend …auf Ihre Gräber schuf. Mit dieser Vorstellung präsentierte sich das Ensemble nicht nur in der ganzen Slowakei, sie wurde auch im New Yorker World Financial Centre gespielt. In den Jahren 2000–2002 beteiligte sich Ján Ďurovčík als Choreograph an den Produktionen der Musicals Some like it hot, Hamlet, Die Ballade über einen Pferdedieb oder Die Zigeuner gehen in den Himmel und Narrenkäfig für die Neue Bühne Bratislava. Er choreographierte auch das Musical Sorbas, der Grieche für das Andrej-Bagár-Theater in Nitra.

Er schuf eine große Zahl von Choreographien für das Ballett-, Opern- und Musicaltheater und führte Regien für das Slowakische künstlerische Volksensemble, das Ostslowakische Nationaltheater in Košice, das Nationaltheater Brno, die Staatsoper Prag, das J. K. Tyl-Theater Plzeň und das F. X. Šalda-Theater in Liberec, an dem er die besonders erfolgreichen Musicals Na szkle małowane (Auf Glas gemalt) und Donaha! (Zieh dich aus!) einstudiert hat. Er war Regisseur und Choreograph der Prager Version des Musicals Grease, die in der Produktion von Goja Musichall unter dem Titel Pomáda gespielt wurde und 200 Reprisen erreichte. Für das Bratislava Dance Theatre, dessen Mitbegründer er war, hat er im Jahre 2005 ein dramatisch-tänzerisches Projekt Bolero geschaffen. Er arbeitet auch oft mit dem Slowakischen und dem Tschechischen Fernsehen zusammen. Seine bis jetzt hervorragendste Leistung war die Choreographie von L’oiseau de feu am Tokyo National Theatre zu Beginn des Jahres 2004.

Photos: Ján Ďurovčík

Suchen

Sie können die Suche spezialisieren durch folgende Kriterien: Beruf oder Name.
Übersehen Sie nicht
Die Staatsoper Prag - die Theatergeschichte in Bildern und Daten - Deckblatt
Die Staatsoper Prag - die Theater- geschichte in Bildern und Daten
Tomáš Vrbka
Die Staatsoper Prag gibt in der Mitarbeit mit dem Verlag Slovart eine repräsentative Publikation heraus, die sich mit der Geschichte dieser bedeutenden Kulturinstitution seit ihrer Öffnung im Jahre 1888 bis Ende der Saison 2002/2003 beschäftigt. Das Buch mit dem Titel Státní opera Praha – Historie divadla v obrazech a datechDie Staatsoper Prag – die Theatergeschichte in Bildern und Daten konzentriert sich ausschließlich auf das Opergeschehen auf dieser Bühne, obwohl dieses Theater in der Vergangenheit unter verschiedenen Namen auch dem Schauspiel, der Operette und dem Ballett diente. Die Teile, die sich diesen Genres widmen, plant die Staatsoper Prag in den nachfolgenden Jahren herauszugeben.

Copyright © 2004 – 2012, Staatsoper » web 2142.net » webmaster » RSS