Die künstlerische Laufbahn eines der hervorragendsten zeitgenössischen britischen Dirigenten, Jan Latham-Koenig, ist durch seine Leistungen in einem bemerkenswert verschiedenartigen Spectrum des Opern- und symphonischen Repertoires gekennzeichnet.
Unter diesen seien aus der letzten Zeit die Opern Béatrice et Bénédict am Chicago Opera Theater, Das schlaue Füchslein an der Deutschen Oper Berlin, Thaïs in Göteborg (GöteborgsOperan), I puritani an der Staatsoper Wien, Le nozze di Figaro an der Nationaloper Finnland (Suomen Kansallisooppera), Lohengrin an der Tampereen Oopera und an der Neuen Oper in Moskau, oder im Jahre 2010 Tristan und Isolde an der Staatsoper Prag genannt. Als Konzertdirigent trat er u. a. mit dem Quingdao Symphony Orchestra in China und mit den Bochumer Symphonikern auf. Ende 2011 wird er La traviata an der Royal Opera Covent Garden dirigieren, 2012 dann Rossinis Il viaggio a Reims an der Nationaloper Finnland und Otello am New National Theatre in Tokyo.
Jan Latham-Koenig, mit seinen französischen, dänischen und polnischen Wurzeln ein echter Europäer, studierte am Royal College of Music in London und erhielt unmittelbar nach seinem Studienabschluss das Gulbenkian-Stipendium. Sein erfolgreiches Debüt als Dirigent im Jahre 1988 (Macbeth an der Staatsoper Wien) wurde zum Grundstein seines internationalen Renomees. Er ist seit dem Jahre 1991 ständiger Gastdirigent an der Staatsoper Wien und hat in dieser Funktion bereits über 100 Vorstellungen dirigiert.
Seitdem ist sein Name mit zahlreichen Opernaufführungen und symphonischen Konzerten des internationalen Musiklebens verbunden. Er dirigierte z. B. Aida, Macbeth, La bohème, Peter Grimes, Tristan und Isolde, Pelléas et Mélisande, Die tote Stadt von Korngold, Carmen, Turandot und Elektra, auch das Ballett von John Cranko Der Pagodenprinz mit der Musik von Britten. Großen Widerhall hatten auch seine Einstudierungen von Henzes Venus und Adonis am Teatro Carlo Felice di Genua, Tosca an der Opéra National de Paris (Bastille), Jenůfa und Hamlet an der Königlichen dänischen Oper (Operaen København), König Roger von Szymanowski am Teatro Massimo di Palermo und in Santiago die Erstaufführungen in Chile von Peter Grimes und I Lombardi. Für seine an der Opéra national du Rhin in Strasbourg einstudierten Dialogues des Carmélites von Poulenc wurde er im Jahre 1999 mit dem Claude Rostand-Preis für die beste regionale Produktion ausgezeichnet, im Jahre 2001 folgte der Preis Diapason d’Or für die beste Videoaufnahme dieser Oper. Diese Aufführung wurde auch beim Festival BBC Proms in London mit großem Beifall aufgenommen.
Jan Latham-Koenig wirkte als Musikdirektor bei mehreren Orchestern und Institutionen, u. a. beim Orquesta de Porto (dessen Gründer er im Auftrag der portugiesischen Regierung war), bei der Sommerakademie Cantiere Internazionale d’Arte di Montepulciano, am Teatro Massimo di Palermo, beim Orchestre Philharmonique de Strasbourg und an der Opéra national du Rhin. Mit großem Erfolg wirkte er als gastierender Hauptdirigent beim Teatro dell’Opera di Roma und bei der Filarmonica del Teatro Regio di Torino.
Als Gastdirigent trat er häufig z. B. mit dem New Japan Philharmonic Orchestra und dem Tokyo Metropolitan Orchestra, mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Orchestre National Bordeaux Aquitaine, mit dem Radio Filharmonisch Orkest Holland, dem Los Angeles Philharmonic Orchestra, mit der Dresdner Philharmonie, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und mit anderen Rundfunkorchestern Deutschlands (Westdeutscher Rundfunk, Mitteldeutscher Rundfunk, Südwestfunk Baden-Baden) auf. Mit dem Orchestra dell’ Accademia di Santa Cecilia in Rom hat er u. a. einen Zyklus von Beethovens Klavierkonzerten mit Jevgenij Kissin gestaltet. Im Jahre 2010 erschien seine erste CD-Aufnahme mit dem Orchestra Filarmonica del Teatro Regio mit Werken von Francis Poulenc, die vom BBC Music Magazine als „Record of the Month“ bezeichnet wurde.
Inszenatoren
- Tristan und Isolde: Musikalische Leitung
- Il Trovatore: Musikalische Leitung
- Il Trovatore: Musikalische Einstudierung
Besetzung
Aktueller Repertoire
- Hommage à Richard Wagner I (2011): Dirigent
- Hommage à Richard Wagner II (2011): Dirigent
Suchen
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22. 05. 2012 um 19:00
G. Verdi: Il Trovatore
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23. 05. 2012 um 19:00
G. Rossini: Der Barbier von Sevilla
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24. 05. 2012 um 19:00
G. Puccini: Tosca
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