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Martin Černý

Nach der Matura am Gymnasium studierte Martin Černý 1995–2000 Szenographie am Lehrstuhl für das alternative und Puppentheater an der Prager Akademie der musischen Künste. Bereits während seines Studiums hatte er Gelegenheit, seine Vorstellungen in der Praxis zu verwirklichen. In der Synagoge im Prager Bezirk Libeň arbeitete er mit der Regisseurin Leinweberová am Projekt Salome zusammen, im Prager Klub Roxy beteiligte er sich an der Vorstellung Goldberg Variationen, am südböhmischen Schloß Kratochvíle war es das Projekt Kratochvílení 99 (was als etwa Das Kurzweilen übersetzt werden kann) mit dem Theater Continuo. Er nahm auch an den Schulvorstellungen im Theater DISK teil. Nach seinem Studiumsabschluß suchte er nicht ein ständiges Engagement, sondern gastiert an verschiedenen Bühnen, oft mit den ständigen Regisseuren, unter ihnen vor allem mit Ivan Rajmont, mit dem er die Produktionen von Shakespeares King Lear für Jaroslavl in Rußland, Goethes Faust und Molieres Don Juan im Klicpera-Theater in Hradec Králové, Shakespeares Love’s Labour’s Lost auf der Prager Burg, Beaumarchais’ Le Mariage de Figaro im Theater Pod Palmovkou, Molieres L’École des femmes am Nationaltheater in Brno, Goldonis La baruffe chiozzotta im Theater Fidlovačka herausbrachte. Mit dem selben Regisseur arbeitete er auch am Nationaltheater Prag zusammen, und zwar beim Drama Můra (Der Alp) von Fjodor Dostojewski und Daniil Gink, von Aischylos’ Oresteia, Venkov (Die Landschaft) von Martin Crimp, Shakespeares Coriolanus und Sheridans The School for Scandal. Er war Szenograph von Hundeherz von Michail Bulgakow im Studio Rubín und Dostojewskis Die Sanfte im Kleinen Theater in České Budějovice, von Miniopern von Vladimír Wimmer (Der Ritter und der Tod und Jelizaweta Bam) im Promotionsprojekt Das Pochen am eisernen Vorhang an der Staatsoper Prag. Mit Ján Ďurovčík hat er bei den Produktionen Na szkle małowane (Auf Glas gemalt) und Donaha! (Zieh dich aus!) im Theater in Liberec zusammengearbeitet, ebenso wie am Bolero für das Bratislava Dance Theater.

Photos: Martin Černý

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Tomáš Vrbka
Die Staatsoper Prag gibt in der Mitarbeit mit dem Verlag Slovart eine repräsentative Publikation heraus, die sich mit der Geschichte dieser bedeutenden Kulturinstitution seit ihrer Öffnung im Jahre 1888 bis Ende der Saison 2002/2003 beschäftigt. Das Buch mit dem Titel Státní opera Praha – Historie divadla v obrazech a datechDie Staatsoper Prag – die Theatergeschichte in Bildern und Daten konzentriert sich ausschließlich auf das Opergeschehen auf dieser Bühne, obwohl dieses Theater in der Vergangenheit unter verschiedenen Namen auch dem Schauspiel, der Operette und dem Ballett diente. Die Teile, die sich diesen Genres widmen, plant die Staatsoper Prag in den nachfolgenden Jahren herauszugeben.

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