Nach seinem Studium an der Prager Fachhochschule für Technik (ČVUT) und einer kurzen Schauspielkarriere im Theater seines Lehrers E. F. Burian gelangte er zum Ballett erst in einem Alter, wo andere bereits am Höhepunkt sind: Die Tanzabteilung des Prager Konservatoriums absolvierte er im Alter von 26 Jahren. Seinen späten Einstieg glich er mit Bewegungstalent, seltener Musikalität und Fleiß aus; durch Sport hatte er eine gute physische Kondition, im Jahre 1946 wurde er Juniormeister der ČSR im Eiskunstlauf. Als Solotänzer wirkte er in der Prager Armeeoper und in Pilsen mit, wo er eine Reihe von Rollen verkörperte. Eine schwere Rückgratoperation beschleunigte seinen Entschluss, sich der Choreographie zu widmen. Er wurde Chef des Balletts in Ústí nad Labem (1958–1961), weitere drei Saisonen arbeitete er in Ostrava. Im Jahre 1964 wurde er zusammen mit Vladimír Vašut und Luboš Ogoun Gründer des selbständigen Kammerensembles »Balet Praha«, das in der ganzen Welt auftrat.
Im Jahre 1970 siedelte er mit den wichtigsten Mitgliedern des Ensembles nach Basel in die Schweiz über. Dort leitete er das Ballett drei Saisonen lang. Nach seiner Rückkehr nach Prag bildete er im Jahre 1975 im Prager Theater Rokoko eine Tänzergruppe, mit der er bereits nach kurzer Zeit eigene abendfüllende Programme aufführte. Diese Gruppe ist im Jahr 1980 selbständig geworden und nahm den heutigen Namen – Pražský komorní balet (Prager Kammerballett) an.
Pavel Šmok ist sein Erschaffer, künstlerischer Leiter und Choreograph. Auf sein Konto gehen mehr als hundert Ballettinszenierungen, aufgeführt auf heimischen und ausländischen Bühnen (er arbeitete z. B. in Polen, Österreich, Jugoslawien, in der Schweiz, DDR, Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, in den Niederlanden, USA, UdSSR, in Ungarn). Außerdem beteiligte er sich choreographisch an mehr als dreißig Opern, knapp dreißig Operetten, Musicals und Revuen, fünfundvierzig Theaterinszenierungen, fünf in Laterna magika und vielen vielen weiteren im Film und insbesondere im Fernsehen. Er fand aber auch als Regisseur Anerkennung, er inszenierte u. a. Die Lustige Witwe in Basel und Lodz, Die Piraten aus Fortunia von O. F. Korte in Wien oder Die Verkaufte Braut im Prager Nationaltheater. Seine außerordentlichen dramaturgischen Fähigkeiten bewies er als Autor vieler Ballettoperntexte sowie Autor-Moderator der unterhaltungs-pädagogischen Sendung für Kinder Wie wird Ballett gemacht, die bereits mehr als 870 mal wiederholt wurde.
Insgesamt war er auf dreißig heimischen und fünfundzwanzig ausländischen Bühnen und in einer ganzen Reihe von Fernseh- und Filmstudios tätig. In seinen Ensembles bildete er Dutzende hervorragende Interpreten aus. Der Ausbildung von Choreographen widmet er sich als Professor des Tanzlehrstuhls der Musikfakultät der Akademie der Musischen Künste in Prag.
Pavel Šmok ist eine ausgeprägte schöpferische Persönlichkeit – seine choreographische Handschrift ist bereits nach wenigen ersten Schritten oder Bewegungen seiner Tänzer zu erkennen. Neben dem »Herz« bezieht er auch das Intellekt in seine Arbeit ein. Es ist ja kein Zufall, dass er die meisten Sujets und Operntexte selbst geschrieben hat. Seine Kompositionen spiegeln aufregend, ja aufwühlend unsere Gegenwart, die Gefühls- und Gedankenwelt des heutigen Menschen wider. Pavel Šmok ist allerdings gleichzeitig auch im wahrsten Sinne ein tschechischer Künstler. Die Basis seines Repertoires bilden Werke älterer und zeitgenössischer tschechischer Komponisten, oft auch solche, die nicht für Tanzbühnen geschaffen wurden (Kammerstücke, symphonische oder vokale Werke).
Inszenatoren
- Don Juan / Golem: Libreto
- Golem: Libreto
- Golem: Regie
- Golem: Choreographie
- Jarní 2004 / Frühling 2004: Choreographie
- Der Ackermann und der Tod: Choreographie
- Märchen: Libreto
- Märchen: Regie
- Märchen: Choreographie
- Das Aschenbrödel: Regie
- Das Aschenbrödel: Choreographie
- Das Aschenbrödel: Libretto - Bearbeitung
- Robert der Teufel: Choreographie
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22. 05. 2012 um 19:00
G. Verdi: Il Trovatore
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23. 05. 2012 um 19:00
G. Rossini: Der Barbier von Sevilla
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24. 05. 2012 um 19:00
G. Puccini: Tosca
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